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Das Gebiet
Das Beratungsgebiet (BG) 7 "Ahrensböker Moränengebiet" (Karte) umfasst eine Gesamtfläche von ca. 40.700 ha. Ausgehend davon bildet die landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) mit ca. 32.800 ha bzw. 81 % den größten Anteil. Davon überwiegt wiederum mit ca. 28.100 ha die Ackernutzung (86 % der LF), lediglich 4.700 ha (14 % der LF) des Gebietes werden als Grünland genutzt.

Beratungsgebiet Ahrensböker Moränengebiet
  • Das "Ahrensböker Moränengebiet" liegt im Östlichen Hügelland und ist aufgrund der Sedimentabfolge einer typischen Jungmoränen-Landschaft hauptsächlich durch mehr oder weniger stark pseudovergleyte Parabraunerden gekennzeichnet. In sehr ge-ringem Umfang sind dort auch Braunerden, Niedermoore und reine Pseudogleye anzutreffen. Im BG 7 liegen vier für die EG-WRRL relevante Seen (d. h. Seen über 50 ha Wasserfläche), die nicht im guten ökologischen Zustand sind, mit insgesamt 655 ha Wasserfläche: der Bar¬kauer See, das Neustädter Binnenwasser, der Süseler See und der Wardersee (Krems II). Die Einzugsgebiete der vier Seen sind nahezu deckungsgleich zum Beratungsgebiet, das Neu¬städter Binnenwasser ist als Brackwassersee zudem mit der Ostsee verbunden. Die Flächen werden sehr unterschiedlich genutzt, neben Siedlungen, Naherholungsgebieten und kleineren Waldflächen wird der größte Teil durch die Landwirtschaft bewirtschaftet.

  • Das Neustädter Binnenwasser liegt in einem Naturschutzgebiet, die Flächen sind vorwiegend Grünland, darunter auch Salzgrünland, und kleinere Bruchwälder (Mordhorst 2009). Knapp 90 % des Stickstoffeintrages und zwei Drittel des Phosphoreintrages in den Wardersee (Krems II) sind landwirtschaftlich bedingt (Nixdorf et al. 2004). Auch der Süseler See und der Barkauer See werden stark von landwirtschaftlichen Nährstoffeinträgen beeinträchtigt. Durch die sehr hohen Phosphorgehalte im Barkauer See kommt es zu hohen sommerlichen Planktonblüten (Arp et al. 2015).

  • Eine bedeutende Rolle haben die Zuflüsse, da dort intensive Landwirtschaft mit Beweidung, teilweise direkt am Gewässer, stattfindet und breite Gewässerrandstreifen außerhalb von Natur¬schutzmaßnahmen nur selten festzustellen sind. Vor allem im Einzugsbiet des Wardersees und entlang der Trave befinden sich viele Niedermoorflächen. Hinzu kommt eine hohe Wassererosions¬gefahr im Gebiet (Umweltdaten-SH 2019). Mit 38 kg/ha/Jahr ist der Stickstoff-(N-)Anfall durch Wirtschaftsdünger (inkl. Gärrest und Klärschlamm) im landesweiten Vergleich gering, die N-Zufuhr durch Mineraldünger mit 183 kg/ha/Jahr jedoch am höchsten (Taube et al. 2015).